In einer Brass Band sind ausschliesslich aus Messing gefertigte Blechblasinstrumente anzutreffen, die je nach Ausführung lackiert oder versilbert sind.
Auch das Schlagzeug ist ein wichtiger Bestandteil der heutigen Brass Band.
Weitere Informationen zu den Instrumenten und der Aufstellung erhalten Sie unter der Rubrik "Unsere Instrumente" auf unserer Website.
Die Instrumente der Band , welche zusammen einen Tonumfang von gut 5 Oktaven umfassen, lassen sich in die üblichen 4 Stimmlagen einteilen:
Sopran (Eb-& Bb-Cornet)
Alt (Bb-Cornet & Eb-Horn)
Tenor (Bb-Bariton & Bb-Tenorposaune)
Bass (Bb-Euphonium; Bb-Bassposaune, Eb-& Bb-Bass)
Der Klang der Brass Band hängt im Wesentlichen von der Instrumentierung ab.
Je nach Kombination der Stimmen, können die verschiedensten Klangfarben dargestellt werden. Die Palette reicht von hell bis dunkel, warm bis kalt, flüsternd bis schreiend, und von solistisch bis vielstimmig, bis hin zum orgelhaften Charakter.
Dementsprechend vielfältig sind die Stilrichtungen, die interpretiert werden.
Die Brass Band hat ihren Ursprung im England des mittleren 19. Jahrhunderts.
Zu dieser Zeit war die industrielle Revolution voll im Gange, Fabriken wurden errichtet, Eisenbahnen erstellt, und als wichtigster Energieträger diente die Kohle, welche in grossem Ausmass abgebaut wurde.
Die Wirtschaft boomte, doch führte dieser Boom auch zu einer Spaltung der Gesellschaft: Einigen reichen Fabrikherren standen unzählige Arbeiter gegenüber.
Diese Arbeiter bildeten – nebst den Obdachslosen – die untersteGesellschaftsschicht.
Um sich das harte Arbeiterleben in Fabrik oder Kohlegrube etwas erleichtern zu können, gründeten die Arbeiter Blaskapellen. Aus vorerst willkürlich zusammengewürfelten Ensembles kristallisierte sich die Originalform heraus, die auch heute noch üblich ist.
Diese Arbeitermusiken wurden von ihren Fabrikherren zum Teil grosszügig unterstützt, und so trugen die Bands die Namen der entsprechenden Firmen, wie zum Beispiel "Grimethorpe Colliery"; "Desford Colliery"; "Black Dyke Mills"; "Morris Motors"; "Hammonds Sauce Works" und so weiter.
Auch heute werden noch viele bedeutende Spitzenbands von Firmen gesponsert, und so eine seit Jahrhunderten bestehende Tradition weitergeführt.